SAC Sektion Rhein

Laut unseren Statuten vereinigt der SAC Menschen (Männer, Frauen, Jugendliche und Familien), die sportlich, kulturell oder wissenschaftlich an der Bergwelt interessiert sind.

Gesamtschweizerisch umfasst der SAC derzeit über 150’000 Mitglieder in 111 Sektionen. Sie haben eines gemeinsam: Freude am Bergsteigen, Klettern, Wandern, Skitouren, Langlaufen, Biken, Canyoning, Schneeschuhlaufen und Snowboarden, Traillaufen sowie Sorge zu einer intakten Natur.

Wir sind eine kleine, unkomplizierte und aktive Sektion mit Sitz in Altsätten. Unserer Sektion gehören zur Zeit rund 450 Mitglieder an.

Aktivitäten

Alljährlich stellen wir ein vielseitiges Angebot, welches auf die unterschiedlichen Interessen der Altersgruppen abgestimmt sind, zusammen. Die Infos zu den einzelnen Touren finden sich hier (Tourenprogramm) .

Höck

Am Höck wird jeweils ein Vortrag zu einem Thema im Bereich der Bergwelt präsentiert. Zudem wird nebst der Pflege der Kameradschaft auch mit Bildern über durchgeführte Touren berichtet. Der Höck findet

  • am ersten Donnerstag jeden zweiten Monat um 19:30 Uhr im Rest. Schützenhaus, an der alten Stossstrasse in Altstätten

statt (siehe auch beim jeweiligen Monat im Jahresprogramm).

Neumitglieder sind ganz herzlich willkommen! Schnuppertouren sind möglich.

Clubnachrichten

Wir führen keine Clubnachrichten, Informationen zu den Touren erhält man auf dieser Homepage oder am Höck.

Jedes SAC-Mitglied erhält zudem die Monatszeitschrift Die Alpen des SAC Zentralverbands www.sac-cas.ch.

Geschichte

SAC Rhein seit 1908: die Faszination ist stets die gleiche geblieben

von Meinrad Gschwend 

Wer in den Protokollen des SAC Rhein blättert stellt vor allem eines fest: die Faszination an der Bergwelt ist über all die Jahrzehnte stets die gleiche geblieben. Und stets machten sich vom Rheintal aus Leute auf, um im ganzen Alpengebiet Berge in fast allen Schwierigkeitsgraden zu besteigen. 

Gegen Ende des 19. Jahrhunderts wird der Alpinismus immer wichtiger. Immer mehr Leute suchen nicht nur Erholung, sondern auch Abenteuer in der Bergwelt. Jahr für Jahr entstehen um 1900 herum neue Sektionen – auch in der Ostschweiz. 

Schönheit der Natur neu entdeckt

Zu dieser Zeit ist vieles im Umbruch. Die Wirtschaft – vor allem die Textilindustrie – läuft auf Hochtouren. Strom, Wasser, Gas … eine technische Neuerung jagt die andere. Die Bodensee, aber auch der Alpstein locken als Ausflugsziele. Da und dort macht man sich Sorgen um das Tempo der Entwicklung. Es entstehen Gegenbewegungen. Die Schönheit der Natur wird neu entdeckt, vor allem jene der Berge. 

Gründung am 9. März 1908 

Auch im St.Galler Rheintal regt sich das Bedürfnis, vermehrt in die Berge gehen zu können. Den Alpenclub kennt man bereits. St.Gallen und Rorschach haben bereits ihre eigene Sektion. Ende 1907 wird die Sektion Kamor mit Sitz in Rheineck gegründet. Die Vorstandsmitglieder stammten aus dem Appenzeller Vorderland und dem damaligen Bezirk Unterrheintal. Für Interessenten aus dem Oberrheintal stellt sich nun die Frage: machen wir bei der neuen Sektion mit oder gründen wir eine eigene Sektion? Am 9. März 1908 ist es dann soweit: Der neue Club wird aus der Taufe gehoben. 

Der Fluss im Mittelpunkt 

Diskussionen gibt es dann um die Namengebung. Mit einem gewissen Bedauern heisst es im Protokoll: „Der für unsere Sektion nächst gelegene Name „Kamor“ ist bereits von einer anderen Sektion belegt.“ Die Sektionsgründer prüfen die Namen Hoher Kasten, „Saurücken“, Stoss, Fähneren und entscheiden sich für den Namen Rhein. 

“Dem routinierten Hochtouristen”

Eine Sektion steht und fällt mit ihrem Tourenprogramm. Das ist den Mitgliedern der ersten Kommission sehr wohl bewusst. Sie stellen ein attraktives Programm zusammen: "Das Programm bietet jedem etwas Passendes. Dem routinierten Hochtouristen wie dem weniger Geübten und dem guten Fussgänger wie diejenigen, der sich nicht gern allzu sehr versteigt." So heisst es in der Berichterstattung über die erste  Hauptversammlung.

Und weiter wird noch angemerkt: "Auch dürfte es den Katholiken bei all diesen Touren leicht möglich sein, ihren Sonntagspflichten nachkommen zu können."

Dieses Programm kann sich sehen lassen. Es besteht nicht nur Touren in der nächsten Umgebung, sondern auch aus mehrtätigen wie der Schesaplana-Tour. Nicht nur geografisch, sondern auch anforderungsmässig wird in den folgenden zwei Jahren der Kreis noch weiter gezogen: Falknis, Glärnisch, Piz Kesch, Piz Lucendro, Piz Buin. 

Auch Ski- und Schlitteltouren werden Bestandteil des Programms. Das ist sehr erstaunlich, denn noch ist es umständlich – es gibt ja noch kaum Autos und die Freizeit ist eher knapp – in diese (entfernten) Gegenden zu gelangen.

Impulse der Jungen

Die Jugendförderung wird zu einem zentralen Thema. Kurz nach dem 2. Weltkrieg wird die Jugendorganisation ins Leben gerufen. Die Jungen geben der Sektion Auftrieb. Die Zahl der Klettertouren steigt. Es werden auch Höhlentouren durchgeführt. In den 1940er und in den frühen 1950er Jahren besitzen erst wenige Mitglieder ein Auto. Die Teilnehmerzahl richtet sich deshalb nach der Grösse des Autos. Jeder ist froh, wenn er überhaupt mitgenommen wird. Die Alternative heisst daheim bleiben oder Velo. Oft werden Touren nur mit dem Velo gemacht. Zum Beispiel die Tour auf den Mürtschenstock im Kanton Glarus .

Ausbildung im Zentrum

Die Ausbildung steht im Mittelpunkt: Knoten üben, Kompass, Kartenlesen und natürlich möglichst viel Klettern. So wird der Grundstein dafür gelegt, dass die Mitgliederzahl von Jahr zu Jahr ansteigt. Das Gleiche gilt für die Anzahl der Touren. Wie ein roter Faden zieht sich die Offenheit für neue Bereiche des Bergsportes durch das Engagement der Sektionsverantwortlichen. Heute deckt das Angebot die ganze Palette ab: von Wanderungen über Schneeschuhtouren bis zu Kletter- und Hochtouren. Von Kulturwanderungen bis zu Skitouren aller Art, von Bike- über Höhlentouren bis Canyoning etc. Die Ziele verteilen sich auf den ganzen Alpenraum.

 

Statuten

Die aktuellen Statuten unseres Clubs können hier heruntergeladen werden:

PDF-DokumentStatuten SAC Rhein, 2018