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Biwakskitour

Am Samstag um 2 Uhr trafen wir uns in Unterterzen mit dem Ziel, die Bahn auf den Maschgenkamm zu nehmen, um uns ein Biwak in der Nähe der Alp Fursch einzurichten. Dort lernten wir aber, dass die Bahnen wegen Wind überhaupt nicht mehr in die Höhe fuhren. Nach kurzem Umplanen in der Gondel zum Tannenboden entschieden wir uns für einen Übernachtungsplatz auf einem kleinen bewaldeten Hügel mitten im Skigebiet, wobei es in den Flumserbergen nicht viel Auswahl gab an Orten, an denen man in der Nacht nicht mit Dynamit weggesprengt wird. Wir hatten gerade noch genug Höhenmeter gemacht, um es in den Schneefall statt in den Regen zu schaffen, um unser Tarp in den Bäumen zu installieren und einen gemütlichen Znachtplatz zu schaffen. Da die Temperaturen extrem mild waren und es auch nicht genug Schnee für richtige Schneehöhlen gab, reichte es, ein paar Windmauern zu schaufeln, was uns dann noch Zeit gab, um eine Schanze für ein paar Sprünge zu bauen, um den Hunger noch zu verstärken und das Fondue noch mehr zu geniessen. In der Nacht durften wir einen Sternenhimmel und Lawinensprengungsfeuerwerk bestaunen und schliefen so lange aus, dass die Tagwache erst startete, als wir schon die ersten Skifahrer hörten.

Am Sonntag führten wir dann doch noch die geplante Skitour durch, nachdem wir die Bahn nach oben genommen hatten. Über die Alp Fursch ging es hinauf zum Nebengipfel des Erdisgulmen. Wegen Lawinenwarnstufe Gross war die Spurwahl sehr defensiv. Warnzeichen gab es ausser fernen Lawinenkegeln keine und auch ein ECT gab ein stabiles Bild ab, das in unserer Exposition die grosse Lawinengefahr nicht bestätigte. Die Abfahrt hatte schon eher viel Sonne erwischt, war aber immer noch wunderschön zu fahren. Nach etwas Linzertorte ging es, gezogen vom Schneetöfftaxi, zurück ins Skigebiet und nach kurzem Fellaufstieg zur Abfahrt über das Skigebiet.