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Vollmondskitour

Eine Woche vor der Tour begann die Zitterpartie um die Durchführung der Vollmondtour: Die letzten Niederschläge lagen weit zurück und waren nicht gerade ergiebig. Doch die prognostizierten Schneefälle liessen hoffen – und die Wünsche wurden schliesslich erfüllt. Das Wochenende war für viele Tüüreler eines der schönsten der Saison, und für die Tour am Montag schien nun alles perfekt zu werden.

Doch dann kündigte sich der Föhn an und liess uns erneut zittern. Die Frage war: Wann würde er kommen – und mit welcher Wucht? Sicherheitshalber verlegten wir den Start der Tour um eine halbe Stunde nach vorne und trafen uns bereits um 17:00 Uhr in Oberriet. Nach 45 Minuten Fahrt durch den Feierabendverkehr erreichten wir das Laternser Bädle, das perfekt im Windschatten des Föhns liegt.

Der Himmel war leicht bewölkt, und wir waren gespannt, wann der Mond unseren Weg erhellen würde. Er liess sich Zeit – doch als er erschien, wurde es traumhaft. Zwischen den Wolken und neben der Löffelspitze tauchte er auf und beleuchtete die pulvrigen Hänge so stark, dass wir unsere Stirnlampen ausschalten konnten. Was für eine Stimmung – ganz grosses Kino, und wir drei Muske(l)tiere mittendrin statt nur dabei!

Nach 1 Stunde 45 Minuten erreichten wir die Gerenspitze. Auf dem Gipfel wehte ein leichter Wind, der in den lauschigen Gipfeltannen jedoch kaum zu spüren war. Nach ein paar Genussmomenten machten wir uns an die Abfahrt. Noch immer fanden wir perfekten Powder vor, wenn auch bereits etwas zerfahren. Dank des hohen Fluffy-Faktors war es dennoch wunderbar weich zu rocken: David legte mit dem Splitboard eindrucksvoll vor, und Marlon – unser Katzenauge – brauchte keine Stirnlampe, nur seine perfekte Kurzschwungtechnik.

Nach der kurzweiligen Abfahrt waren wir schon bald wieder glücklich und zufrieden zurück im Bädle – ein perfekter Vollmondabend. Was für ein Geschenk!